Woher kommen Rückenschmerzen?
Eine eindeutige Ursache lässt sich bei Rückenschmerzen nicht immer feststellen. Muskeln, Gelenke, Bandscheiben, das Nervensystem, Bewegungsgewohnheiten und die allgemeine körperliche Belastung können eine Rolle spielen. Auch Faktoren wie Bewegungsmangel, einseitige Belastungen oder Stress können Rückenschmerzen beeinflussen. Die britische Universitätsklinik Guy’s and St Thomas’beschreibt bei Kreuzschmerzen ebenfalls das Zusammenspiel verschiedener körperlicher und psychischer Einflussfaktoren.
Gerade deshalb bedeutet ein schmerzender Rücken nicht automatisch, dass genau an der schmerzenden Stelle auch die alleinige Ursache liegt.
Bei der Untersuchung betrachten wir deshalb nicht nur einen einzelnen Wirbel oder Muskel. Wir schauen uns an, wie verschiedene Bereiche deines Körpers zusammenspielen und wie du dich bewegst.
Je nachdem, wo die Beschwerden auftreten und wie sie sich äußern, können zudem unterschiedliche Beschwerdebilder dahinterstehen. Dazu gehören beispielsweise ein akuter Hexenschuss, Beschwerden des Ischiasnervs oder ein Bandscheibenvorfall.
Was wir bei Rückenschmerzen untersuchen
Bevor wir mit der Behandlung beginnen, verschaffen wir uns einen möglichst umfassenden Eindruck von deiner aktuellen Situation.
Beim ersten Termin sprechen wir über deine Beschwerden und testen anschließend unter anderem Beweglichkeit und Funktion. Je nach Situation beziehen wir weitere bewegungsbezogene und neurologische Tests in die Untersuchung ein.
Wir erklären dir dabei Schritt für Schritt, was wir untersuchen, was uns auffällt und warum wir eine bestimmte Behandlung vorschlagen.
Denn für uns beginnt eine sinnvolle Therapie nicht mit der Frage, welche Technik wir anwenden möchten, sondern mit der Frage: Was braucht dein Körper in deiner aktuellen Situation?
Rückenschmerzen chiropraktisch behandeln
Bei einer chiropraktischen Justierung werden gezielte Impulse an Gelenken der Wirbelsäule oder anderer Körperregionen eingesetzt. Ziel kann beispielsweise sein, eingeschränkte Beweglichkeit zu verbessern und dem Körper wieder andere Bewegungsmöglichkeiten zu geben.
Dabei betrachten wir den Rücken nicht isoliert. Mit Brain-Based Chiropractic beschreiben wir im ChiroZentrum unseren untersuchungsorientierten Ansatz. Neben der Beweglichkeit berücksichtigen wir, wie Bewegungen wahrgenommen, gesteuert und koordiniert werden. Je nach Beschwerdebild beziehen wir deshalb Bewegungs-, Koordinations- und neurologische Funktionstests in die Untersuchung ein. Die Ergebnisse helfen uns dabei, die Behandlung und die aktiven Übungen individuell auszuwählen.
Chiropraktik, Physiotherapie oder Dry Needling?
Nicht jeder Rückenschmerz braucht dieselbe Behandlung.
Deshalb greifen wir im ChiroZentrum neben der Chiropraktik auf unser Wissen aus der Physiotherapie und weiteren Behandlungsformen zurück. Was wir einsetzen, richtet sich nach den Ergebnissen der Untersuchung.
Chiropraktische Justierung
Wenn wir relevante Bewegungseinschränkungen feststellen, können gezielte chiropraktische Justierungen Teil der Behandlung sein. Dabei arbeiten wir mit kurzen, präzisen Impulsen und passen die Behandlung an den jeweiligen Menschen und die aktuelle Situation an. Das American College of Physicians nennt Wirbelsäulenmanipulation als eine mögliche nicht medikamentöse Behandlung bei Kreuzschmerzen ohne radikuläre Beschwerden, also ohne Beschwerden durch eine gereizte Nervenwurzel.
Physiotherapie und aktive Übungen
Bei Rückenschmerzen ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Deshalb können Übungen zur Beweglichkeit, Kraft, Koordination oder Kontrolle bestimmter Bewegungen sinnvoll sein.
Die Übungen sollen sich im besten Fall so in deinen Alltag integrieren lassen, dass du sie tatsächlich regelmäßig umsetzen kannst.
Aktiv zu bleiben ist auch aus medizinischer Sicht wichtig: Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs empfiehlt bei unspezifischen Kreuzschmerzen leichte körperliche Aktivität und rät von Bettruhe sowie langem Sitzen ab. Auch der britische Gesundheitsdienst NHSempfiehlt, soweit möglich aktiv zu bleiben, alltägliche Aktivitäten fortzuführen und längere Bettruhe zu vermeiden.
Dry Needling
Wenn ausgeprägte muskuläre Spannungen oder Triggerpunkte Teil der Beschwerden sind, kann zusätzlich Dry Needling eingesetzt werden.
Dabei werden sehr dünne Nadeln in bestimmte Muskelbereiche eingebracht. Wir nutzen Dry Needling insbesondere als Ergänzung, wenn die Muskulatur einen relevanten Anteil an Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen hat.
Welche dieser Methoden sinnvoll ist, entscheiden wir individuell nach der Untersuchung.
Nicht nur dort schauen, wo es weh tut
Ein wichtiger Teil unseres Ansatzes ist, den Körper nicht auf eine einzelne schmerzhafte Struktur zu reduzieren.
Wenn dein unterer Rücken schmerzt, schauen wir uns deshalb nicht ausschließlich die Lendenwirbelsäule an. Je nach Beschwerdebild können beispielsweise auch Bewegungsmuster, angrenzende Gelenke, muskuläre Spannung oder Koordination relevant sein.
Das bedeutet gleichzeitig: Wir behaupten nicht schon vor der Untersuchung zu wissen, „woher“ dein Rückenschmerz kommt. Wir testen zuerst.
Akute oder chronische Rückenschmerzen
Rückenschmerzen können plötzlich auftreten oder über einen längeren Zeitraum bestehen.
Bei akuten Beschwerden steht zunächst häufig die Frage im Vordergrund, wie du wieder möglichst sicher in Bewegung kommst und welche Bewegungen aktuell gut funktionieren.
Bei länger bestehenden Rückenschmerzen kann die Situation komplexer sein. Dann spielen häufig nicht nur einzelne körperliche Strukturen eine Rolle. Bewegungsverhalten, Belastbarkeit, Alltag, Stress und die Erfahrung mit dem Schmerz können sich gegenseitig beeinflussen.
Deshalb versuchen wir auch hier nicht, eine einzelne vermeintliche Ursache zu finden und alles darauf zurückzuführen.
Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu chronischen primären Kreuzschmerzen setzen ebenfalls auf einen personenzentrierten Ansatz und kombinieren je nach Situation beispielsweise Aufklärung, Bewegung, körperliche Behandlungsverfahren und weitere Maßnahmen.
Dein erster Termin bei Rückenschmerzen
Du musst vor deinem ersten Termin nicht wissen, welche Behandlung du brauchst.
Genau das möchten wir gemeinsam herausfinden.
Beim Ersttermin nehmen wir uns zunächst Zeit, deine aktuelle Situation kennenzulernen. Danach testen und analysieren wir deine Bewegungs- und Funktionsfähigkeit und beginnen, sofern es sinnvoll ist, bereits mit der Behandlung.
Dabei erklären wir dir jeden Schritt und besprechen, warum wir eine bestimmte Methode wählen.
Wir wollen herausfinden, was für dich und deinen Körper sinnvoll ist und dich dabei unterstützen, dich wieder freier und sicherer zu bewegen.
Rückenschmerzen in Wien behandeln lassen
Wenn Rückenschmerzen deinen Alltag, deine Arbeit oder deinen Sport einschränken, kannst du einen Termin bei uns vereinbaren.
Unsere Praxis befindet sich im 7. Wiener Gemeindebezirk. Beim Ersttermin schauen wir uns deine Beschwerden ausführlich an, testen deine Bewegungs- und Funktionsfähigkeit und besprechen anschließend mit dir, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.