HWS-Syndrom: Symptome verstehen und gezielt behandeln

Kurz gesagt

Bei einem HWS-Syndrom können Nackenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Kopfschmerzen oder Beschwerden im Arm zusammenkommen. Da der Begriff keine eindeutige Ursache beschreibt, ist eine gezielte Untersuchung sinnvoll, bevor eine Behandlung gewählt wird. Bewege deinen Nacken zunächst sanft innerhalb eines gut tolerierbaren Bereichs; bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden kannst du einen Ersttermin im ChiroZentrum Wien vereinbaren.

Nackenschmerzen, ein steifer Hals, Kopfschmerzen oder Beschwerden, die bis in Schulter und Arm ziehen: Hinter dem Begriff HWS-Syndrom können sehr unterschiedliche Symptome stecken.

Es handelt sich hierbei um einen Sammelbegriff für Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule. Entsprechend unterschiedlich können Ursachen, Ausprägung und Behandlung sein. Auch das österreichische Gesundheitsportal verwendet Begriffe wie HWS-Syndrom und Zervikalsyndrom für Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule.

Im ChiroZentrum möchten wir herausfinden, welche Beschwerden bei dir tatsächlich vorliegen, welche Bewegungen eingeschränkt sind und welche Strukturen beziehungsweise Funktionen dabei eine Rolle spielen.

Was bedeutet HWS-Syndrom?

Die Halswirbelsäule (kurz HWS) besteht aus sieben Wirbeln und bildet den beweglichsten Abschnitt der Wirbelsäule. Sie trägt den Kopf, ermöglicht Bewegungen in verschiedene Richtungen und umschließt im Wirbelkanal einen Teil des Rückenmarks.

Der Begriff HWS-Syndrom beschreibt Beschwerden, die diesem Bereich zugeordnet werden.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Nackenschmerzen
  • Steifigkeit oder Spannungsgefühl
  • eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes
  • Beschwerden im Schulterbereich
  • Schmerzen im oberen Rücken
  • Kopfschmerzen
  • ausstrahlende Schmerzen in Schulter oder Arm
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Arm oder Hand

Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, welche Strukturen beteiligt sind. Muskeln und Gelenke können ebenso eine Rolle spielen wie Bandscheiben oder Nerven. Bei einer Reizung von Nervenstrukturen können Beschwerden beispielsweise bis in Schulter oder Arm ausstrahlen.

Das bedeutet zugleich: Zwei Menschen mit der Bezeichnung „HWS-Syndrom“ können ein völlig unterschiedliches Beschwerdebild haben.

Welche Ursachen können hinter einem HWS-Syndrom stecken?

Nicht bei jedem HWS-Syndrom lässt sich eine einzelne Ursache feststellen. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • länger anhaltende oder ungewohnte Belastungen
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • muskuläre Spannung
  • geringe körperliche Aktivität
  • bestimmte Arbeits- oder Alltagssituationen
  • Stress
  • Verletzungen
  • Veränderungen an Bandscheiben oder Gelenken
  • Reizungen von Nervenstrukturen

Gerade bei unspezifischen Nackenschmerzen lässt sich häufig keine eindeutig verantwortliche Struktur identifizieren. Deshalb betrachten wir nicht ausschließlich einen einzelnen Wirbel oder Muskel.

Wir schauen uns stattdessen an, wie sich dein Nacken bewegt, welche Bewegungen Beschwerden auslösen und welche weiteren Faktoren möglicherweise beteiligt sind.

Chiropraktik beim HWS-Syndrom

Wenn wir bei der Untersuchung relevante Bewegungseinschränkungen feststellen und keine Gründe gegen eine entsprechende Behandlung sprechen, können gezielte chiropraktische Justierungen Teil der Therapie sein. Dabei setzen wir kurze, präzise Impulse an ausgewählten Gelenken ein.

Brain-Based Chiropractic

Eine Spezialisierung des ChiroZentrums ist die Brain-Based Chiropractic.

Dabei betrachten wir nicht nur eine einzelne schmerzhafte Struktur, sondern beziehen auch das Zusammenspiel zwischen Bewegung, Wahrnehmung, Koordination und Nervensystem in unsere Untersuchung ein.

Dafür kombinieren wir klassische Untersuchungsmethoden aus Chiropraktik und Physiotherapie mit unterschiedlichen neurologischen und bewegungsbezogenen Tests.

Je nach Befund können beispielsweise Bewegungs-, Koordinations- oder Gleichgewichtsaufgaben zusätzlich Bestandteil der Behandlung sein.

Diese Tests sollen uns helfen, ein umfassenderes Bild deiner aktuellen Funktion zu bekommen.

Wenn die Muskulatur beteiligt ist

Bei vielen Beschwerden der Halswirbelsäule spielt auch die umgebende Muskulatur eine Rolle. Bestimmte Bereiche können empfindlich oder stark angespannt sein. Häufig betrifft das beispielsweise Muskeln im Nacken, am Übergang zum Hinterkopf oder im Schultergürtel.

Wenn wir bei der Untersuchung feststellen, dass muskuläre Beschwerden relevant sind, können wir die chiropraktische Behandlung entsprechend ergänzen.

Dazu gehören beispielsweise:

Physiotherapeutische Techniken

Gezielte manuelle oder aktive physiotherapeutische Maßnahmen können eingesetzt werden, um Bewegung wieder aufzubauen und die Belastbarkeit schrittweise zu verbessern.

Dry Needling

Bei ausgeprägten muskulären Triggerpunkten kann zusätzlich Dry Needling infrage kommen.

Dabei werden sehr dünne Nadeln gezielt in bestimmte Muskelbereiche eingebracht. Dry Needling ist für uns keine Standardbehandlung bei jedem HWS-Syndrom, sondern eine mögliche Ergänzung, wenn der individuelle Befund dafür spricht.

Aktive Übungen

Auch beim HWS-Syndrom spielt aktive Bewegung eine wichtige Rolle.

Abhängig davon, was wir bei dir feststellen, können Übungen für Beweglichkeit, Kraft, Koordination oder Kontrolle sinnvoll sein.

Uns ist dabei wichtig, dass Übungen in deinen Alltag passen und nicht nur während eines Behandlungstermins funktionieren.

HWS-Syndrom und ausstrahlende Schmerzen

Wenn Nervenstrukturen gereizt werden, können Schmerzen bis in Schulter und Arm ausstrahlen. Zusätzlich können Kribbeln, Taubheitsgefühle oder andere Empfindungsstörungen auftreten.

Solche Symptome sind für uns besonders wichtig, weil sie die weitere Untersuchung und gegebenenfalls auch die Notwendigkeit einer ärztlichen Abklärung beeinflussen.

HWS-Syndrom und Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können ebenfalls gemeinsam mit Beschwerden der Halswirbelsäule auftreten. Besonders häufig begegnen uns in der Praxis Beschwerden am Übergang zwischen Hinterkopf und Halswirbelsäule. Muskuläre Spannung oder bestimmte Bewegungen können dabei gemeinsam mit Kopf- und Nackenbeschwerden auftreten.

Was ist mit Schwindel?

Auch Schwindel wird gelegentlich zusammen mit einem HWS-Syndrom genannt.

Hier ist eine genaue Differenzierung besonders wichtig. Schwindel kann zahlreiche Ursachen haben und sollte deshalb nicht automatisch auf die Halswirbelsäule zurückgeführt werden.

Ob ein Zusammenhang mit Beschwerden der HWS plausibel ist und wann zunächst eine andere medizinische Abklärung notwendig ist, behandeln wir deshalb auf unserer separaten Seite zum Thema Schwindel und Halswirbelsäule.

Dein erster Termin bei HWS-Beschwerden

Beim Ersttermin nehmen wir uns zunächst Zeit, deine Beschwerden und deinen Gesundheitszustand kennenzulernen.

Danach testen und analysieren wir deine Bewegungs- und Funktionsfähigkeit.

Wenn nichts gegen eine Behandlung spricht, beginnen wir bereits beim ersten Termin. Dabei erklären wir dir Schritt für Schritt, was wir untersuchen, was uns auffällt und warum wir eine bestimmte Behandlung empfehlen.

Je nach Befund können unter anderem folgende Methoden zum Einsatz kommen:

  • chiropraktische Justierungen
  • gezielte Mobilisation
  • physiotherapeutische Techniken
  • aktive Übungen
  • Dry Needling
  • Koordinations- oder Gleichgewichtsübungen

Welche davon sinnvoll sind, entscheidet sich nicht durch die Bezeichnung „HWS-Syndrom“.

Entscheidend ist, was wir bei dir tatsächlich feststellen.

HWS-Syndrom in Wien behandeln lassen

Wenn Nackenschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit oder Beschwerden im Schulter-Arm-Bereich deinen Alltag beeinträchtigen, kannst du einen Termin im ChiroZentrum Wien vereinbaren.

Unsere Praxis befindet sich im 7. Wiener Gemeindebezirk.

Beim Ersttermin untersuchen wir deine Beschwerden ausführlich und besprechen anschließend mit dir, welcher Behandlungsansatz für deine Situation sinnvoll ist.

Vereinbare deinen Ersttermin im ChiroZentrum Wien.